Das Tivoli ist schon einige Tage alt und hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Im frühen 19. Jahrhundert wurden die ersten Steine aufeinandergesetzt - zunächst für ein Nutzgebäude.

Später wurden die Gebäude erweitert und dienten als Erholungsstätte mit kulinarischen und kulturellen Angeboten für jedermann. Besonders der Volkssport stand im Fokus: Schwimmen, Rollschuhlaufen und Kegeln. Der zweite Weltkrieg veränderte viel, in dieser Zeit wurde das Tivoli als Wohnraum für Zwangsarbeiter umfunktioniert.

Seinem früheren Zweck kam es nach dem Krieg wieder näher, als die Ingenieursschule den Saal für sportliche Betätigung nutzte. Eine Bowlingbahn mit Billard- und Dartsport zog in den zur Brückenstraße liegenden Gebäudeteil. Bis Mitte 2015 nutzte die Fachhoschule Zittau/Görlitz, ihr Nachfolger, die andere Gebäudehälfte im unsanierten Zustand für ihr Sportangebot. Mit der Freien evangelischen Gemeinde Görlitz hat dieser Teil des Tivolis endlich einen Investor gefunden, der an die Wiederbelebung einer vielfältigen Nutzung glaubt.

Zum Nachweis der Angaben verweisen wir auf: Görlitzer Gaststätten um 1900 – ein Streifzug durch die Geschichte, Verlag Gunter Oettel, 2005, S. 48 - siehe unten:

Nächster Beitrag Vorheriger Beitrag